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Konfliktbearbeitung

Ziviler Friedensdienst fördert Frieden in Krisen- und Konfliktregionen

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«Jetzt ist die Zeit für Frieden». Dafür plädieren Friedensgruppen und –organisationen und rufen zu einer Demonstration während des evangelischen Kirchentags in Nürnberg am 10. Juni auf. Aber was kann konkret zum Frieden beitragen? Dazu haben Mitarbeitende des Zivilen Friedensdienstes und seiner Partnerorganisationen Erfahrungen gesammelt. Auch in der Ukraine sind sie aktiv.

(epd/red). Friedensgruppen und -organisationen rufen zu einer Demonstration während des evangelischen Kirchentags in Nürnberg auf. Unter dem Motto «Jetzt ist die Zeit für Frieden» solle am 10. Juni ab 13 Uhr auf dem Rosa-Luxemburg-Platz in der Innenstadt für einen Stopp der weltweiten Rüstungsspirale sowie für Krisenprävention und zivile Konfliktbearbeitung in Kriegsgebieten geworben werden, teilte die Evangelische Friedensarbeit im Raum der EKD in Bonn mit.

Was bedeutet Krisenprävention und zivile Konfliktbearbeitung konkret?

Mit dem Zivilen Friedensdienst (ZFD) Konflikte transformieren

Bereits seit 1999 gibt es ein Programm für Gewaltprävention und Friedensförderung in Krisen- und Konfliktregionen: den Zivilen Friedensdienst (ZFD). Hauptsächlich setzt er sich dafür ein, dass Konflikte gewaltfrei gelöst werden. Der Zivile Friedensdienst wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert und von neun deutschen Friedens- und Entwicklungsorganisationen durchgeführt, zu denen auch die evangelische Aktion „Brot für die Welt“ gehört. 

Fachkräfte des ZFD unterstützen Menschen vor Ort langfristig in ihrem Engagement, oft geht es um den Dialog für Menschenrechte und Frieden. Aktuell arbeiten mehr als 380 internationale ZFD-Fachkräfte in rund 45 Ländern. 

Dabei arbeiten der ZFD und seine Partner auch in Ländern, in denen bewaffnete Konflikte bereits eskaliert sind. Sie bringen beispielsweise verfeindete Gruppen in Kontakt, helfen dabei Interessen auszubalancieren, um so Versöhnung und friedliches Zusammenleben wieder zu ermöglichen. Dazu gehört auch die Aufarbeitung der Geschehnisse, psychosoziale Beratung und nachhaltiges Eintreten für Menschenrechte. 

In der Ukraine begleitet der ZFD derzeit drei Projekte. Partnerorganisationen dokumentieren beispielsweise Menschenrechtsverletzungen, evakuieren Minderjährige oder bieten psychosoziale Unterstützung für Kinder und Jugendliche.

mehr über den Zivilen Friedensdienst erfahren
Projekte des Zivilen Friedensdienstes weltweit

"Gerechter Frieden" als Leitbild

Die Demonstration nimmt Bezug auf das offizielle Motto des Kirchentags «Jetzt ist Zeit». «Es ist die Zeit, Sicherheit neu zu denken», heißt es in dem Aufruf der rund 20 Organisationen. Darunter sind die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden, das Institut für Theologie und Politik und andere. In der EKHN befürworten viele, wie beispielsweise Kirchenpräsident Dr. Volker Jung, das Leitbild des "gerechten Friedens" und des "Verantwortungspazifismus". Volker jung sagt: "Es ist nötig, vom Frieden her zu denken und nicht vom Krieg. Es darf nicht vergessen werden, dass Waffen allein keinen gerechten Frieden bringen – auch wenn der Einsatz von Waffen nötig ist, um dem Aggressor und damit dem Unrecht zu wehren.“
Kirchenpräsident Jung zum "gerechten Frieden"
Kirchenpräsident Jung zum "Verantwortungspazifismus"
mehr über evangelische Friedensethik

Über den Kirchentag

Der 38. Deutscher Evangelischer Kirchentag findet vom 7. bis 11. Juni in Nürnberg statt. Zu dem Protestantentreffen unter der Losung «Jetzt ist die Zeit» werden 100.000 Besucher erwartet. In fast 2.000 Veranstaltungen sollen neben Glaubensfragen auch gesellschaftliche Themen wie Migration, Klimaschutz und Frieden in den Blick genommen werden.

zum Kirchentag

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Beten mit Worten der Bibel:

Gott,
der du alle Dinge durch dein Wort geschaffen
und den Menschen durch deine Weisheit bereitet hast,
Gib mir die Weisheit, die bei dir auf deinem Thron sitzt.
Amen

(Weisheit 9,1 ff)

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