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Ukrainekrieg

Ökumenischer Rat: „Ukraine muss sich gegen den Aggressor verteidigen“

ÖRK/WCC Ivars KupcisZerstörte Häuder und eine kaputte Kinderrutsche: Krieg in der Ukraine: Bilder aus Irpin während eines Solidaritätsbesuchs einer Delegation des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) im Sommer 2022 in der Ukraine.Krieg in der Ukraine: Bilder aus Irpin während eines Solidaritätsbesuchs einer Delegation des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) im Sommer 2022 in der Ukraine.

Diplomatie und Dialog: Der neue Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Jerry Pillay, hofft weiter auf eine friedliche Lösung Ukraine-Kriegs. Die Haltung des Moskauer Patriarchen Kyrill I. kann er nicht nachvollziehen.

Ivars Kupcis/WCCGeneralsekretär des ÖRK Jerry Pillay 2023Generalsekretär des ÖRK Jerry Pillay

Der neue Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Jerry Pillay, hofft weiter auf eine friedliche Lösung des nahezu ein Jahr lang tobenden Ukraine-Kriegs durch Diplomatie und Dialog. „Wir beten für Frieden in der Ukraine. Aber Gebete ohne Taten und entsprechende Handlungen reichen nicht“, sagte der Theologe dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Donnerstag (26. Januar 2022). Er glaube fest daran, dass religiöse Führer zu Lösungen beitragen können, „wenn sie zusammenarbeiten“, sagte der 1965 in Südafrika geborene Pillay, der seit dem 1. Januar an der Spitze des ÖRK steht.

Bereitschaft für Friedensgespräche 

Mit Blick auf westliche Waffenlieferungen erklärte Pillay: „Die Menschen in der Ukraine müssen sich gegen den Aggressor verteidigen.“ Der Ruf nach mehr Waffen sei „ein Hilferuf für mehr Beistand gegen die russische militärische Invasion“. Der Weltkirchenrat bevorzuge jedoch weiter Wege zu einer friedlichen Lösung. Dies hänge „natürlich auch von den Russen ab und ihrer Bereitschaft, sich auf Friedensgespräche einzulassen“.

Haltung Kyrills nicht nachvollziehbar 

Zur Unterstützung des russischen Angriffskrieges durch den Moskauer Patriarchen Kyrill I. sagte Pillay, er könne dies nicht nachvollziehen: „Wir werden auch weiterhin versuchen, auf den Moskauer Patriarchen Kyrill und den Rest der Russischen Orthodoxen Kirche einzuwirken, um eine friedliche Lösung in diesem Konflikt zu finden.“ Statt die militärische Aggression Russlands zu rechtfertigen, müsse die orthodoxe Kirche sich daran beteiligen, eine friedvolle Lösung zu finden.

Dialog mit Orthodoxer Kirche 

Pillay plädierte für eine Fortsetzung des Gesprächs mit der Russischen Orthodoxen Kirche, auch wenn deren Leitung den Ukraine-Krieg rechtfertigt. Einen Ausschluss der Russisch Orthodoxen Kirche aus dem Dachverband von weltweit über 580 Millionen Christen wollte er jedoch nicht ausschließen, es könne unter Umständen dazu kommen. Aber zurzeit sei man an diesem Punkt noch nicht angelangt.

Hintergrund ÖRK 

Der 1948 gegründete Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK), auch Weltkirchenrat genannt, ist eine Gemeinschaft von 352 Kirchen aus mehr als 120 Ländern, die weltweit über 580 Millionen Christinnen und Christen vertreten. Zu dem Dachverband zählen die Mehrzahl der orthodoxen Kirchen, zahlreiche anglikanische, baptistische, lutherische, methodistische und reformierte Kirchen sowie viele vereinigte und unabhängige Kirchen. Die römisch-katholische Kirche ist kein ÖRK-Mitglied.

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