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Die Entstehung von Halloween

Carsten SommerJack O’ Lantern mit LaterneHalloween ist mit der Legendes des Jack O’ Lantern verknüpft

Das Gruselfest Halloween und der Reformationstag teilen sich diesen Tag im Jahr: den 31. Oktober. Allerdings sind auch an Halloween christliche Motive enthalten. Ursprünglich feierten die Iren Halloween am Abend vor Allerheiligen - daher der Begriff All Hallows‘ Eve. An Allerheiligen, am 1. November, erinnert die katholische Kirche feierlich an die bekannten und unbekannten Heiligen. In Rheinland-Pfalz und vier weiteren Bundeslländern ist Allerheiligen ein gesetzlicher Feiertag, in Hessen ist das leider nicht der Fall.

Ursprünge im keltischen Totenfest Samhain

Weiter als bis in die irische Zeit, mit der auch die christlich-katholisch geprägten Legende von Jack O’ Lantern verknüpft ist, gehen die Quellen nicht zurück. Aber es gibt Vermutungen. Der Autor Kristian Fechtner hat in seinem Buch „Im Rhythmus des Kirchenjahres“ sich dem Thema genähert. Anhaltspunkt ist, dass Allerheiligen auf denselben Termin wie das keltische Samhain fällt - also auf den 1. November. Was das genau ist, darüber gehen die Meinung weit auseinander. Samhain heißt Sommer-Ende. Damit ist das Ende der Erntezeit gemeint und der Beginn des Winters. Der Beginn der trüben, der dunklen Jahreszeit. Eine These ist: Samhain war ein keltisches Totenfest. In dieser Nacht ist die Trennlinie zwischen Diesseits und Jenseits durchlässig. Die Lebenden nehmen Kontakt mit den Toten auf. Dazu gibt es verschiedene Vorstellungen. Die Lebenden heißen die Toten willkommen und bereiten ihnen Speisen. In vielen Traditionen sind die Toten aber nicht besonders willkommen. Sie werden als bedrohliche Geister empfunden. So wird erzählt, die Toten schlüpfen in die Körper der Lebenden.

Verkleiden, um Geister abzuschrecken

Um das zu verhindern, haben sich die Menschen möglichst furchterregend verkleidet, damit die Toten und Geister sie nicht als Lebende erkennen. Die Masken dienten der Abschreckung. Oder aber die Toten sollten denken, die Lebenden seien schon tot. Die Christen haben dann das keltische Samhain umgewidmet, d.h. sie haben dem heidnischen Kult eine christliche Umdeutung verliehen und Allerheiligen eingesetzt.

Umgang mit den Toten im Christentum

So fällt auch im Christentum der Umgang mit den Verstorbenen in die dunkle Jahreszeit. An Allerheiligen werden zwar zunächst die Heiligen gefeiert, allerdings gehört auch der Besuch der Friedhöfe dazu. Am folgenden Tag, an Allerseelen, steht das Gedächtnis der Verstorbenen im Mittelpunkt. Heute werden Allerheiligen und Allerseelen oft in einer kirchlichen Gedenkfeier verbunden, bei der an alle Verstorbenen erinnert wird. Allerseelen am 2. November gilt in keinem Bundesland als gesetzlicher Feiertag. In der evangelischen Kirche ist der Ewigkeitssonntag in der zweiten Novemberhälfte dem Andenken an die Verstorbenen gewidmet.

Ausgehöhlte Kürbisse erinnern an Jack O’Lantern

Im Volksglauben hat sich aber die Tradition vom Umherwandern der Toten erhalten, in der Gestalt des sündigen Jack O’Lantern, der am Abend vor Allerheiligen sein Unwesen treibt. Nach einer Legende soll ihm der Teufel ein Stück glühende Kohle geschenkt haben, mit dem Jack eine ausgehöhlten Rübe in eine  Laterne umfunktionierte. Daran erinnern bis heute die leuchtenden, ausgehöhlten Kürbisse, deren Licht angeblich den Teufel und böse Geister fern halten soll. 

Von Irland in die USA

Vor Irland aus brachten Auswanderer das Fest im 19. Jahrhundert zunächst in die USA. Schließlich kehrte Halloween als Reimport aus den USA nach Europa zurück.

Halloween und der Reformationstag

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Tu, was zu tun kannst.
Und dann ist gut, denn mehr geht nicht.
Alles weitere kann ich in die Hände Gottes legen
und darauf vertrauen, dass er es wohl gut mit mir meint.
(Carsten Tag zu Prediger 9,10)

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